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Sonstige demokratie- und rechtsstaatsfeindliche Phänomene

Die Bereiche Rechtsextremismus sowie religiös motivierter Extremismus werden durch den dritten Bereich „Sonstige demokratie- und rechtsstaatsfeindliche Phänomene“ ergänzt. Diese Säule eröffnet die Möglichkeit, flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren, während gleichzeitig die Kompetenzen in den Kernbereichen ausgebaut werden.


Beratungsmaßnahme und Distanzierungsunterstützung im Kontext linker Militanz

Mit Beginn des Jahres 2018 bietet KAST e.V. eine landesweite Kontaktstelle für Lehrer/-innen, Schulsozialarbeiter/-innen, ehrenamtlich Tätige und weitere Interessierte an, die Fragen zu den Themenbereichen linke Militanz und PKK haben. Wenn Sie mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammenarbeiten und diese Thematik aufgreifen möchten, unterstützt Sie das Team von KAST e.V. dabei.
 
Ebenso bieten die Mitarbeiter/-innen von KAST e.V. Menschen Hilfestellungen, die sich durch die eigenen Aktivitäten im Kontext linker Militanz oder PKK in schwierigen Lebenssituationen befinden. Sie geben Unterstützung bei der Entwicklung neuer Perspektiven, die erforderlich für einen gelingenden Ausstieg sind. Hierbei nutzen die Mitarbeiter/-innen die landesweit bestehenden guten Verbindungen zu Bewährungshilfe, Jugendgerichten und Jugendämtern.
 
Auch in den Bereichen JVA und Bewährungshilfe führt KAST e.V. Fortbildungen zu den Themenbereichen linke Militanz und PKK durch.
 

Kontakt:
Homepage: www.kast-sh.de
E-Mail: team@kast-sh.de
Telefon: 04321 / 334 0 670


Präventions- und Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus – PROvention

PROvention ist die Präventions- und Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus in Schleswig-Holstein unter der Trägerschaft der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. (TGS-H). Seit 2015 berät das fachlich breit aufgestellte Team Angehörige, Freund/-innen, Bekannte und Sozialraumakteure, die mit religiös begründeten, extremistischen Verhaltensweisen und Äußerungen in ihrem Umfeld konfrontiert sind.

Bei der Einschätzung und im Umgang mit der Situation bieten die Mitarbeiter/-innen Hilfe an und unterstützen dabei, den Radikalisierungsprozess zu unterbrechen. Darüber hinaus hilft die Beratungsstelle Personen, die einen Ausstiegsprozess beginnen und sich von einer menschenfeindlichen Ideologie distanzieren wollen.

Die Beratung kann landesweit in verschiedenen Sprachen erfolgen und läuft stets vertraulich und lösungsorientiert ab. Lediglich bei Kenntnisnahme der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat oder im Falle einer Fremd- und Eigengefährdung ist PROvention zur Kooperation mit den Sicherheitsbehörden verpflichtet.

Überdies bietet PROvention Lehrer/-innen, Flüchtlingshelfer/-innen und anderen Sozialraumakteuren ein breites Angebot an Fortbildungen zu den Themen Islam und Islamismus/Salafismus an, sowie Workshops für Kinder und Jugendliche zu den genannten Themen und Islamfeindlichkeit.

Kontakt:
Homepage: http://provention.tgsh.de
E-Mail: provention@tgsh.de
Telefon: 0431 / 7394926


Landesweite Informations- und Dokumentationsstelle Antisemitismus

Das LDZ fördert seit dem Jahr 2018 eine mehrjährige, kontinuierliche Erhebung des Trägers Zebra e.V. im Themenfeld Antisemitismus. Weltweite politische Entwicklungen, vermehrte Anschläge und deutschland- sowie europaweite Übergriffe machen die Notwendigkeit der Präventionsarbeit gegen alle Formen des Antisemitismus deutlich.
 
Über das tatsächliche Ausmaß antisemitischer Vorfälle liegen aktuell jedoch keine belastbaren Daten vor, da vorhandene Daten der zuständigen Strafverfolgungsbehörden lediglich den strafrechtlichen Teil, das sogenannte "Hellfeld" beleuchten. Um das Phänomen einschätzen und passgenaue Maßnahmen zur Prävention entwickeln zu können, braucht es ein landesweites, unabhängiges Monitoring antisemitischer Vorfälle.
 
Seit Januar 2019 dokumentiert LIDA-SH antisemitisch motivierte Vorfälle und wertet diese strukturiert aus. LIDA-SH ist die unabhängige Meldestelle für Antisemitismus in Schleswig-Holstein, die zum Ziel hat, Ausmaß, Formen und Schwerpunkte des Phänomens Antisemitismus zu erheben. LIDA-SH erfasst auch Vorfälle, die (noch) nicht bei der Polizei angezeigt wurden oder keinen Straftatbestand erfüllen. Informationen werden grundsätzlich vertraulich behandelt.

Antisemitische Vorfälle sind vielfältig: LIDA-SH registriert u.a. körperliche Angriffe, Bedrohungen, Sachbeschädigungen, Schmierereien, Beleidigungen, Hasskommentare und E-Mails sowie Propagandamaterial wie Hetzschriften, Flugblätter, Plakate oder Aufkleber.

Vorfälle können entweder online unter www.lida-sh.de, telefonisch oder auch per E-Mail gemeldet werden:

Kontakt:
Webseite mit Meldeformular
Homepage: www.lida-sh.de
E-Mail: info@lida-sh.de
Telefon: 0431 / 301 403 799
 
Die Sprechzeiten finden Sie auf der Website von LIDA-SH.